Kick-off am Sund

Mit einem motivierenden Kick-off-Seminar hat ein neues Jahresprojekt der Identity Films Medienwerkstatt e.V. begonnen. Zusammen mit Schülern des Hansa Gymnasiums/Stralsund werden wir im Laufe der nächsten zwölf Monate einen Dokumentarfilm zum Thema „Freiheit“ realisieren.

Gefördert wird das Projekt u. a. von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Medienzentrum Mecklenburg-Vorpommern und der Medienwerkstatt Filmbüro MV.

Juhuuu! Harry hat die Jury überzeugt!

Ich war vom 05. bis 07. Oktober in Erfurt und habe im Rahmen der Initiative Fernsehen aus Thüringen (FaT) die crossmediale Comedyserie DAS HARRY-PRINZIP: PyP – PIMP YOUR PARENTS gepitcht. Unser Projekt wurde nun aus über 60 Bewerbungen ausgewählt und erhält inhaltliche und finanzielle Unterstützung.

Zusammen mit Co-Autor Maiko Heinrich und unserem Produzenten Christoph Post von der DEF Media GmbH werde ich Harry im nächsten halben Jahr fit machen für den Bildschirm. Wir freuen uns schon auf den spannenden Austausch mit interessanten Kollegen und danken für die Förderung!

Die Mitglieder der Fachjury waren: Ralf Fronz (MDR), Matthias Körnich (WDR), Katrin Pilz (ZDF), Kai-Roman Schöttle (KiKA), Greg Childs und Thomas Hailer (Studienleitung Akademie für Kindermedien), sowie Paul Schwarz (Mentor Fiktion). Die Sitzung wurde von Margret Albers (Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V.) geleitet.

DAS HARRY PRINZIP: PyP – PIMP YOUR PARENTS ist eine crossmediale Comedyserie um den 14jährige Vlogger Harry, der seinen Altersgenossen mit seinem YouTube-Channel „PyP – Pimp your Parents“ hilft, mit ihren (peinlichen) Eltern fertig zu werden.

“Heinz 2” auf der Bühne

Nach gut 9 Monaten an der Akademie für Kindermedien habe ich „Heinz 2 und das Abenteuer im Supersalz“ dem Fachpublikum präsentiert. Es war eine tolle Veranstaltung im STUDIOPARK KinderMedienZentrum in Erfurt, am 10. Mai 2012, im Rahmen des Kinder-Medien-Festivals „Goldener Spatz“.

„Heinz 2 und das Abenteuer im Supersalz“ ist die Geschichte des 10jährigen Heinz, der sich so sehr schämt, dass er schrumpft und in einem Salzstreuer landet. Dort trifft er auf skurrile Wesen, die unter den ständigen Beben im Salzstreuers leiden. Heinz versucht, sie zu retten. Auch wenn dabei so einiges schief geht, wächst Heinz über sich hinaus und kann am Ende nicht nur für Frieden im Salzstreuer sorgen, sondern auch seinem eigen Leben gestärkt entgegen blicken.

Die Gespräche auf dem anschließenden Empfang waren vielversprechend und die Party im Anschluss einfach legendär.

HEINZ 2 bald im Regal?

Ich bin in die Akademie für Kindermedien aufgenommen worden! Hier werde ich in den nächsten Monaten das Kinderbuch “Heinz 2 & das Abenteuer im Supersalz” entwickeln.

Die Akademie für Kindermedien ist ein Weiterbildungsworkshop, in dem professionelle Autoren und Nachwuchstalente Projektideen für Kinder und Jugendliche im Alter von 3-13 Jahren entwickeln. Neben den Bereichen “Spielfilm” und “Animationsserie” gibt es dieses Jahr zum ersten Mal auch eine Gruppe “Kinderbuch”. Und in genau dieser bin ich gelandet. Als Mentoren-/Tutorenteam unterstützen mich Charlotte Larat und Heiko Martens.

Neben der konkreten Arbeit am eigenen Projekt, bietet die Akademie auch ein umfangreiches Info- und Begleitprogramm sowie verschiedene Praxisprojekte. Im Mai des kommenden Jahres werden die entwickelten Projekte im Rahmen des Kindermedien-Festivals “Goldener Spatz” vor Produzenten, Filmförderern und Verlegern präsentiert.

Der Platz im Bücherregal ist also gar nicht mehr so weit…

 

Shalom – ich bin Mentsh

Bukowina, die II.

Wieder in der Ukraine! Dieses Mal waren wir auf Spurensuche nach dem jüdischen Leben damals und heute in der Hauptstadt der Bukowina. Zusammen mit Schülern des Gymnazium No. 1 aus Tschernivtsi/Ukraine und deren Altersgenossen aus Stralsund, haben wir wieder Geschichten gehört, Meinungen erfragt und die Überbleibsel einer Kultur gefunden, die einst die gesamte Region beeinflusste.

Legendär war auch wieder die Fahrt mit der ukrainischen Eisenbahn…

Sanuk! Sanuk!

Nun ist die XXII. Drehbuchwerkstatt München vorbei. Bei der Abschlusspräsentation im Literaturhaus München habe ich „Sanuk! Sanuk!“ zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Sanuk! Sanuk!“ ist die Geschichte der 15jährigen Deutsch-Thailänderin Phüng, die einen Mann für ihre Cousine aus Chiang Mai finden muss. Doch das ist keine leichte Aufgabe, denn die Cousine hat keine Lust auf feste Bindungen, sondern genießt das Leben lieber in vollen Zügen. Als sie schließlich doch bereit ist, einen Mann zu ehelichen, ist das ausgerechnet der Junge, in den sich auch Phüng unsterblich verliebt hat…

Im Anschluss an das Pitching gab es leckere Häppchen und spannende Gespräche. Ach, was war das für eine schöne Zeit! Oh München, i vermiss´di scho!

“Sanuk” ist übrigens Thai und bedeutet soviel wie “Lebensfreude”.

Jieppieh! Stipendium erhalten!

Ich bin in die Drehbuchwerkstatt München aufgenommen worden. Meine Ideen konnten überzeugen und so werde ich in den nächsten Monaten eine Culture-Clash Komödie entwickeln, in der es um ein 15jähriges Mädchen aus der thailändischen Community in Deutschland geht, die für ihre Cousine aus Thailand einen Bräutigam suchen muss und dadurch ihre eigene Identität entdeckt.

Bei der Entwicklung meines Drehbuchs steht mir Bettina Ricklefs (BR) als Mentorin zur Seite. Daneben wird es Kolloquien und Kurse geben. Ich freue mich schon auf regen Austausch mit meinen Werkstatt-Kollegen…

Kino im Knast

Dokumentarfilmpremiere in der JVA Stralsund

Unser dokumentarischer Film “Lebensläufe” hatte eine grandiose Erstaufführung in der Justizvollzugsanstalt Stralsund. Die Premiere wurde mit einer Rede von Justizministerin Uta-Maria Kuder eröffnet. In dem Film geht es u.a. um folgende Fragen: Warum wird ein Mensch kriminell und begeht Straftaten? Warum kommen häufig junge Menschen mit dem Gesetz in Konflikt? Welchen Einfluss haben persönliche Erfahrungen, Schicksale und welche Rolle spielen Freundeskreis und häusliches Umfeld?

Diesen Fragen auf den Grund zu gehen, Antworten zu finden und dabei präventiv zu wirken, ist Anliegen dieses Films. Dank Unterstützung der Stralsunder JVA war es möglich, diesen Film auf Grundlage von Interviews mit Häftlingen der dortigen Einrichtung zu machen.

“Lebensläufe” wurde von der Medienwerkstatt Identity Films wieder unter dem Motto “von Schülern für Schüler” realisiert. Ich habe die angehenden Filmemacher wieder im inhaltlichen, konzeptionellen und dramaturgischen Bereich geschult und bin begeistert, was sie da im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben.

“Lebensläufe” ist nun als Lehrfilm auf DVD erhältlich und kann von Schulen für den Sozialkundeunterricht bei der Medienwerkstatt Identity Films angefordert werden.

LIVE(R) UP TO LIFE!

Kurzdoku auf der Berlinale

„I Love Liver“ läuft in der Sektion „Films on hunger, taste and food“ auf dem Berlinale Talent Campus.

In diesem Film setzt sich meine Großmutter noch einmal mit ihrem Vater, einem radikalen Vegetarier auseinander und bereitet sich dabei ihr Lieblingsgericht zu. Herausgekommen ist nicht nur eine kulinarische Abrechnung, sondern auch ein intimer Einblick in den Küchenalltag einer alten Dame.

Einen Ausschnitt kann man hier sehen: BTC-Profil.

Dazu gibt es auch ein Interview auf Zeit-Online.

1 Euro TV – Erstaustrahlung!!!

Heute Abend laufen die ersten beiden Folgen unserer Serie “1-Euro-TV” im ZDFtheaterkanal. Morgen wird dann die dritte Folge gesendet.

Und so kündigt der ZDFtheaterkanal unsere neue Sendung an: “Die erste Impro-Sitcom! Eine spritzige Soap über eine Fernsehredaktion und Improvisationstheater auf höchstem Niveau in einem TV-Format! Der wohl derzeit avancierteste Versuch, Theater im Fernsehen einmal ganz anders zu definieren! Ein Comedy-Format, das auch Ernst und Tragik zulässt! Ein Humor, der nicht im Flachwitz stagniert, sondern sich dem Satirischen öffnet und seine Protagonisten wirklich ernst nimmt! Die erste Sendung, die das Thema Arbeitslosigkeit aus Reportagen, Dokumentationen und Magazinen löst und konsequent ein anderes Genre transformiert! Kurz: 1 Euro TV ist neu, ist anders, ist frisch! 1 Euro TV – das ist ein Fernsehsender. Und zugleich die wohl innovativste Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Republik. 7 Langzeitarbeitslose sind von der Arbeits-Agentur dazu verdonnert, einen Fernsehsender zu betreiben. Auf 1 Euro-Job-Basis. Ohne Vorwissen, ohne Budget, aber voller Elan widmet sich das schrille Häufchen dieser Aufgabe. Das Programm: frei improvisiert. Denn ohne ihr Publikum sind sie hilflos…”

Robert Geisendörfer Preis

Für das Pilotdrehbuch zur TV-Serie “Meine schönsten Jahre” wurde mir heute den Robert-Geisendörfer-Preis in der Kategorie KINDERFERNSEHEN verliehen. Die Veranstaltung fand im ZDF Hauptstadtstudio statt.

Hier die Begründung der Jury:

“Wir schreiben die frühen achtziger Jahre. Karl Treschanke wächst in einer Ost-Berliner Plattenbausiedlung auf. Omas West-Pakete spielen dabei für ihn wie für den Rest der fünfköpfigen Familie eine bedeutende Rolle. So macht den jetzt Dreizehnjährigen ein Fußball mit den Namenszügen der Kicker-Idole von jenseits der Mauer zum umworbenen Mittelpunkt in seiner Straßenmannschaft. Bis, ja bis eines Tages Clara vor ihm steht, mindestens zwei Jahre älter, einen Kopf größer und dazu noch die Tochter des Schuldirektors. Und natürlich wunderschön, findet Karl. Es hat ihn so gründlich erwischt, dass er im klassischen Sinn bereit ist, alles, auch sich selbst, für sie zu opfern. Doch das absehbare und blamable Scheitern seines heldenhaften Minnedienstes ist im tieferen Sinn ein wichtiger Schritt zur Reife und Persönlichkeitsentwicklung.

Dieser geglückte Spannungsbogen zwischen dem ausdrucksvoll realistischen Spiel aller Darsteller unter der Regie von Ulli Baumann, ihren frisch-frechen Dialogen und der freundlich-spöttischen Bilanz des erwachsenen „Karl Treschanke“ im Off-Kommentar gibt der Film-Episode eine berührende Bedeutsamkeit, die erkennen lässt, dass sich das „hohe Lied der Liebe“ wirklich immer wieder neu erzählen lässt.

Lakonisch, präzise und einfühlsam gelingt es dem Ost-West-Autoren-Team Johann A. Bunners und Michael Petrowitz, die Pubertätsnöte eines Heranwachsenden mit DDR-Hintergrund zu zeigen – ohne Klischees und Klamauk, aber auch ohne ironische Überheblichkeit.

Und wenn die Mutter ihren himmelstürmend gescheiterten Sohn am Ende tröstet: „Ich wäre glücklich, wenn es in meinem Leben einen einzigen Mann gegeben hätte, der so was Mutiges für mich getan hätte“, dann ist auch für ihn die Welt wieder in Ordnung.

Die Jury hatte lediglich die erste von acht Folgen der RTL-Serie Meine schönsten Jahre zu beurteilen, bewertet mit Erste Liebe also einen Einzelfilm nach den Kriterien des Robert Geisendörfer Preises. Sie prämiert dieses Werk als gelungenes Beispiel für die allgemein gültige, dabei ebenso liebevolle wie amüsante Darstellung eines der wichtigsten Ereignisse im Leben, die Heranwachsende ebenso wie ihre Eltern anzusprechen vermag.

Die Personen sind mit Witz und Temperament gezeichnet, und trotz geschwister-typischer Lästerungen und verbaler Rempeleien erlebt der Zuschauer eine intakte Familie, solidarische Freunde und inmitten all der Irrungen und Wirrungen ganz wahrhaftige, zarte Gefühle.”