Drehbuch

Mal abgesehen von einigen kleineren Versuchen mit Kurzfilmen, hat es mit dem Filme schreiben bei mir erst im Jahre 1998 so richtig angefangen. Damals habe ich neben meinem Jura-Studium an der FU Berlin noch als Fahrer bei Oskar Roehlers Film „Gierig“ gearbeitet und bin mit dem Produktionsfahrzeug, einem Modell der Mercedes A-Klasse, welches gerade erst beim Elchtest durchgefallen war, zur Heerstraße gefahren, um auf den letzten Drücker meine Bewerbung im Büro der dffb abzugeben. Roehlers Film ist gefloppt und das Jura-Studium hab´ ich an den Nagel gehängt. Aber das mit der dffb und dem Drehbuch – Studium das hat geklappt.

Ich habe dann an der Drehbuchakademie der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) studiert und bei tollen, internationalen Lehrern gelernt, wie man Spannungsbögen biegt, Wendepunkte umfährt und dass jeder Geschichte auch eine “natural story” zu Grunde liegt. Zu meinen wichtigsten, prägenden Lehrern und Mentoren gehörten Mogens Rukov (Den Danske Filmskole) und Bobette Buster (Story-Guru aus Hollywood). Ich bezeichne die beiden auch heute noch gerne als meine geistigen „Drehbuch-Eltern“.

Wo es „Drehbuch-Eltern“ gibt, sind auch „Drehbuch-Brüder“ nicht weit. An der dffb habe ich drei Kollegen kennengelernt, mit denen ich mich nach unserem Diplom-Abschluss zusammen getan, und die screenwriters berlin gegründet habe – eine Autorengruppe nach skandinavischem Vorbild. Gemeinsam haben wir uns durch den TV-Markt gekämpft und zahlreiche Konzepte und Drehbücher für Filme und Serien geschrieben.

Im Jahre 2005 gab´s dann eine Belohnung: Für das Pilotbuch „Erste Liebe“ zu der RTL-Serie „Meine schönsten Jahre“, die ich zusammen mit meinen Kollegen erdacht, konzipiert und zum Großteil auch geschrieben habe, wurde mir der Robert-Geisendörfer-Preis in der Kategogie “Kinderfernsehen” verliehen.

2006 konnte ich am 4. Berlinale Talent Campus teilnehmen, wo ich in der Sektion „Films on Hunger, Taste and Food“ mit der Kurzdoku „I Love Liver“ vertreten war.

Ich liebe Bier und Berge. Nach gut 10 Jahren im Drehbuch-Geschäft war es Zeit, sich mehr auf die wirklich schönen Themen im Leben zu konzentrieren. Und so wandte ich meinen Blick in Richtung Süden und ergatterte in 2010 ein Stipendium an der XXII. Drehbuchwerkstatt München. Dort habe ich die Culture-Clash-Komödie „Sanuk! Sanuk!“ entwickelt, in der es nicht nur um bayrische Weißwürste und thailändisches Nam Prik geht.

Von der Idee, Projekte in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu entwickeln beseelt, führte mich der Weg in 2013/2014 zum Fernsehen aus Thüringen (FaT), wo die Entwicklung der crossmedialen Jugendserie „Das Harry-Prinzip: #pimpmyparents“ gefördert wurde, die ich zusammen mit dem genialen Maiko Heinrich geschrieben habe.

Und es geht weiter….